Beim Voltigieren handelt es sich um gymnastisch-turnerische Übungen auf dem Pferd.
Dabei bewegt sich das Pferd auf einem Kreis, in der Fachsprache Zirkel genannt, im Schritt oder Galopp um den Longenführer (meist dem Voltigieraus- bilder/Gruppenleiter/Lehrer, der in der Mitte steht) herum.
Zum Voltigieren ist das Pferd (im Gegensatz zum Reiten) anstelle des Sattels mit einem Voltigiergurt mit zwei Griffen und einer Decke ausgerüstet.
Während des wöchentlichen Trainings wird in den Pferdegangarten Schritt, Trab und / oder Galopp geturnt.
Im Wettkampf, d.h. beim Voltigierturnier, wird grundsätzlich im Galopp voltigiert.
Die Wettbewerbe im Voltigiersport sind aufgeteilt in das Gruppenvoltigieren, Duo- und das Einzelvoltigieren.
Eine Voltigiergruppe, wie wir es sind, besteht aus neun und mehr Voltigierern unbegrenzten Alters, jedoch starten bei Turnieren nur acht Voltigierer die im Wettkampfzirkel ihre Leistung in der Pflicht und in der Kür zeigen und einem Ersatzmann, der im Notfall einspringen kann.
Die Turniergruppen beginnen bei "A" und enden bei "S" (, der höchsten Leistungsklasse). In der Regel spricht man aber von "A", "L", "M*/M**" und "S" Gruppen, als Leistungsgruppe.
Man beginnt als niedrige Gruppe und muss bei Turnieren bestimmte Noten für die gesamte Gruppe (jeder der acht Voltigierer wird einzeln bewertet und daraus ergibt sich die Gesamtnote) erreichen um in eine höhere Leistungsklasse aufzusteigen.
Die Pflicht wird von jedem der acht Starter alleine und nacheinander auf dem Pferd geturnt und beinhaltet, je nach Leistungsklasse der Gruppe, dementsprechend schwierige Teilübungen.
Die Kür kann man als den kreativen Teil der Darbietung bezeichnen. Hierbei können bis zu drei Voltigierer auf dem Pferd hochaufgebaute, selbstausgedachte Übungen zeigen. Bei diesem Teil der Darstellung ist jeder der acht Voltigierer mindestens einmal auf dem Pferd.
Die Übungen sind wie Perlen an eine Schnur gereiht, die durch ihre Dynamik und Statik flüssig ineinander übergehen und so die gesamte Kür bilden
M*-Gruppe Hoisbüttel II

